Grenzen im Kopf in Europa beseitigen (Schengen 4.0)

Historisch gibt es Schengen I bis III (vgl. unten).

So gut die Beseitigung der Grenzkontrollen auch funktioniert haben, die „Grenzen in den Köpfen“ der Europäer sind immer noch in erschreckendem Maß vorhanden. Mit unserer Projekt „Schengen 4.0“ möchten wir den Hindernissen der europäischen Kommunikation und Zusammenarbeit entgegentreten.

Begonnen haben wir am 16. Oktober 2017 mit einem Treffen von Freien Erfindern aus Frankreich, Luxenburg und Deutschland im Ort Forbach in Frankreich. Symbolisch wurde der „geistige Schlagbaum“ hochgerissen.

Freie Erfinder treffen sich seit vielen Jahren auf den internationalen Erfindermessen in einer Art Heimat in Genf und Nürnberg. Der regionale Erfinder Club SIGNO Saar 1 pflegt seit Jahren grenzüberschreitende Kontakte mit Frankreich und Luxenburg.

Auch diese Initiative soll im Saarland mit einer Kooperation u.a. mit dem dort ansässigen Deutsch-Französischen Gymnasium Saarbrücken (Lycée Franco-Allemand de Sarrebruck) und dem Deutsch-Luxemburgisches Schengen-Lyzeum in Perl (Le Lycée germano-luxembourgeois Schengen de Perl) beginnen.

Im Saarland ging alles los. 

Im deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck wurde am 14. Juni 1985 der Grundstein für den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den innereuropäischen Grenzen gelegt.

Dies begann 1985 zunächst mit der Unterzeichnung eines Abkommens auf einem Schiff auf der Mosel in der Nähe des geografischen Grenz-Schnittpunkts zwischen der deutschen Stadt Perl, dem französischen Apach und dem namens-gebenden, luxemburgischen Ort Schengen, daher inoffiziell genannt „Schengen I Abkommen“, zwischen den Staaten der Benelux-Wirtschaftsunion (Belgien, Niederlande und Luxemburg), der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik.

Ihm folgte das Abkommen „Schengen II“, offiziell Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) von 1990, mit dem sich bis 1999 sukzessive weitere europäische Staaten dem Gebiet ohne regelmäßige Grenzkontrollen, dem sog. „Schengen-Raum“ anschlossen.

Fortgesetzt wurde es mit weiteren Verträgen und Abkommen, u.a. „Schengen III“. Die letzten Erweiterungen waren Schweiz, 2007, und Liechtenstein, 2011. In Rumänien,Bulgarien, Kroatien und Zypern steht die Umsetzung noch aus.

Wussten Sie’s?

Vorläufer von Schengen I war am 13. Juli 1984 das „Saarbrücker Abkommen“ zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über den schrittweisen Abbau der Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze.

Wussten Sie’s?

Dennoch ist die Idee keineswegs neu: Die Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg hatten bereits 1969 untereinander das „Protokoll zur Beseitigung von Kontrollen und Formalitäten an den Binnengrenzen […]“ eingeführt.